McAfee Knob, Blue Ridge Mountains, VA
Der Aussichtspunkt McAfee Knob entlang des Appalachian Trail in der Nähe von Roanoke, Virginia
Windsurfing in Ocean City, Maryland, at sunset
Ocean City, Maryland
Great Falls Park, Virginia
Great Falls National Park - Dieser über 320 Hektar große Naturpark in Virginia entlang des Potomac Rivers bietet Aussichtsplattformen mit Blick auf die Wasserfälle, Wanderwege und Felsvorsprünge für Kletterer.
Loys Station Covered Bridge, Maryland
Die sogenannten Scenic Byways, Marylands als landschaftlich besonders schön markierte Straßen, führen durch über überdachte Brücken und herrliche Landschaften (Foto: Clark Vandergrift)
Virginia Beach, Virginia
Virginia Beach, Virginia
Camping on Mount Rogers, the highest peak in Virginia
Wenn Sie eine Herausforderung suchen, sollten Sie erwägen, den Mount Rogers zu besteigen, mit 1.700 Metern die höchste Erhebung des Staates Virginia. (Foto: Virginia Tourism Corporation)
McAfee Knob, Blue Ridge Mountains, VA
Windsurfing in Ocean City, Maryland, at sunset
Great Falls Park, Virginia
Loys Station Covered Bridge, Maryland
Virginia Beach, Virginia
Camping on Mount Rogers, the highest peak in Virginia

Outdoor & Natur

Grandiose Natur rund um Amerikas Hauptstadt 

Zwischen dem satten Grün der Blue Ridge Mountains und dem tiefen Blau des Atlantiks liegen zahlreiche Naturparks in der Capital Region USA, die neben artenreicher Flora und Fauna auch eine Vielzahl an Outdoor-Aktivitäten bieten. Für Badeurlauber und Wassersportler erstreckt sich im Osten zudem die Chesapeake Bay über mehr als 320 Kilometer vom Südosten Virginias bis in den Norden Marylands. Der Potomac River verbindet die Bay mit Washington, DC, das die Besucher mit Wasserwegen und großzügigen Parkanlagen als grüne Metropole überrascht.

Zu Fuß oder mit dem Rad die Weite der Natur erleben

Neben kleineren Naturschutzgebieten dominiert in Virginia der Shenandoah National Park. Er hat über 800 Kilometer Wander-, Rad- und Reitwege, auf denen Besucher die Wälder und Hügel der Blue Ridge Mountains erleben können. Auf rund 160 Kilometern Länge führt auch der Appalachian Trail durch den Shenandoah National Park, wo sich mit dem Mc Afee Knob eine der schönsten und bekanntesten Stellen des Fernwanderwegs befindet. Zudem ziehen sich die Ferienstraßen Blue Ridge Parkway und Skyline Drive durch den Park und führen die Besucher direkt zu den beeindruckendsten Aussichtsplätzen. Moderne Unterkünfte, Campingplätze und Restaurants stehen vielerorts zur Auswahl.

Seit 1991 verbindet der East Coast Greenway die wichtigsten Städte der US-Ostküste für Radfahrer und Wanderer. Mehr als 500 Kilometer des Wegenetzes führen auch durch die Capital Region USA. Von Havre de Grace in Maryland an der Nordspitze der Chesapeake Bay geht es über Baltimore, Annapolis, Washington, DC, Alexandria und Richmond bis an die südliche Grenze Virginias. Viele Abschnitte führen auf idyllischen Wegen abseits befahrener Straßen und lassen die Besucher zwischen den Metropolen die Vielfalt der Natur hautnah erleben.

12.000 Quadratkilometer Naturwunder

Die Chesapeake Bay ist das größte Flussmündungsgebiet der USA und liegt vollständig in Maryland und Virginia. Sie lädt an zahlreichen Stränden nicht nur zum Baden ein, sondern auch zu sämtlichen Wasseraktivitäten wie Segeln, Angeln, Stand-Up-Paddling und mehr. Die bis zu 49 Kilometer breite Bucht ist nicht nur Zentrum der Austernproduktion in der Capital Region USA, sondern beeinflusst das gesamte Umland und bietet damit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.

Das rund 110 Quadratkilometer große Blackwater National Wildlife Refuge etwa liegt auf Marylands Eastern Shore, also genau zwischen Chesapeake Bay und Atlantikküste. Die Land- und Wasserwege des Naturschutzgebiets sind ideal, um Weißkopfseeadler und Scharen von Wasservögeln zu beobachten, ob zu Fuß, auf dem Rad oder mit Kanu und Kajak. Boots- und Angelausflüge sind in ausgewiesenen Bereichen ebenfalls möglich.

Am Ufer des Potomac River, wenige Kilometer bevor er in die Chesapeake Bay mündet, liegt Virginias Caledon State Park, der als National Natural Landmark anerkannt ist. In den Wäldern des Parks verbringen viele Weißkopfseeadler ihren Sommer, weshalb die Chancen, das Wappentier der USA hier in freier Wildbahn zu sehen, nicht schlecht stehen. Auf insgesamt 14 verschiedenen Wegen durch Wald und Marschland können die Besucher den Naturpark erkunden. Angler finden am Ufer des Potomac River außerdem zahlreiche Möglichkeiten, ihre Ruten auszuwerfen.

Meeres-Feeling am Atlantik

Einer der Hotspots an der Atlantikküste ist zweifelsohne Virginia Beach. Die Stadt verfügt jedoch nicht nur über den längsten Vergnügungsstrand der Welt, sondern auch über ein breites Angebot an besonderen Naturerlebnissen. So tummeln sich hier beispielsweise von April bis Oktober Delfine vor der Küste, die bei geführten Kajaktouren manchmal sogar bis auf wenige Meter an den Booten vorbeiziehen. In Ocean City in Maryland haben Naturliebhaber die Möglichkeit, an geführten Paddel- oder Kajakausflügen teilzunehmen und das Marschland von Ayers Creek mit seiner artenreichen Tier- und Pflanzenwelt zu erleben. Besonders eindrucksvoll sind Touren bei Vollmond sowie bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Insbesondere für Surfer sind die beiden Städte an der Atlantikküste zudem ein wahres Wellenparadies.

Ein ganz besonderes Erlebnis erwartet die Besucher auf Assateague Island. Die Atlantikinsel liegt sowohl in Maryland als auch Virginia und beherbergt zwei Herden der wild lebenden Assateague-Ponys. Der nördliche Teil der Insel mit dem Namen Assateague Island National Seashore wird vom National Park Service verwaltet, der südliche Teil, das Chincoteague National Wildlife Refuge, von der Freiwilligen Feuerwehr der Nachbarinsel Chincoteague. 

Eine überraschend grüne Weltstadt

Von Beginn an war es Stadtplaner Pierre L’Enfant wichtig, die Bundeshauptstadt Washington, DC durch zahlreiche Parks lebenswert zu machen – und das gilt bis heute. Viele Besucher sind überrascht, wie viele Grünflächen sich innerhalb des Stadtgebiets befinden. Von zentraler Bedeutung ist die National Mall, der drei Kilometer lange Park zwischen dem US-Kapitol und dem Lincoln Memorial. Eine Radtour zu den vielen weltberühmten Monumenten ist die ideale Möglichkeit, die weitläufige Anlage ausführlich zu erkunden.

Der mit Abstand größte Park der Stadt befindet sich ganz im Norden von Washington, DC. Zwischen dem National Zoo und der nördlichen Grenze des District of Columbia zieht sich der Rock Creek Park entlang des gleichnamigen Flusses. Der sieben Quadratkilometer große Park wird vom National Park Service verwaltet und ist für die Einwohner der US-Hauptstadt ein beliebtes Erholungsgebiet. Neben kilometerlangen Wander- und Fahrradwegen zwischen majestätischen Bäumen befinden sich hier auch historische Gebäude wie die Getreidemühle Peirce Mill. Eine außerordentliche Vielfalt an Bäumen und Sträuchern findet sich außerdem im National Arboretum, dem nationalen botanischen Garten für Holzgewächse. Neben dem Bonsaimuseum ist die Sammlung an Nadelhölzern von besonderer Bedeutung, die Exemplare von der Arktis bis zu den Subtropen versammelt. Beliebtes Fotomotiv sind die 22 Säulen inmitten der Anlage, die einst Teil des Kapitols waren und nun das Arboretum zieren.

Auch alle, die es aufs Wasser zieht, kommen in Washington, DC auf ihre Kosten. Mit dem Potomac River, dem Anacostia River und dem Rock Creek befinden sich gleich drei Flüsse im Stadtgebiet. Vom historischen Stadtteil Georgetown, dem neuen Viertel The Wharf sowie vielen weiteren Orten der Hauptstadt können Aktivurlauber zu zahlreichen Aktivitäten starten. Von einer Kajakfahrt durch die anspruchsvollen Stromschnellen des Potomac über eine beschauliche Paddeltour auf dem C&O Canal und Stand-Up-Paddling bei The Wharf bis hin zu einer Tretbootfahrt am Fuße des Lincoln Memorials sind die Möglichkeiten so zahlreich wie vielseitig.